Quelle: ÖWM
Größe ist nicht alles. Aber die Tatsache, dass die Weinbaufläche des Kamptals größer ist als jene von Steiermark und Wien zusammen, sagt vieles über den Stellenwert aus, den der Wein hier genießt. Es ist das Zusammenspiel von Boden und Klima, das die Basis für den Charakter eines Weins bildet. Im Kamptal ist dieses Zusammenspiel von ganz besonderer Finesse und Vielfalt.

Denn hier haben wir es gleich mit dreierlei Arten von Böden zu tun: Urgestein, Löss und Lehm. Das trocken-heiße pannonische Klima und die rau-kühlen Lüfte des Waldviertels bilden ideale Bedingungen für den Wein. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Topographie des Kamptals, das sich zum warmen Donautal hin öffnet und nach Norden hin „zumacht“. Typisch für das rund 200 bis 300 Meter hoch gelegene Kamptal sind heiße Tage und kühle Nächte im Sommer, sowie lange sonnige Herbstperioden.


Typisch Kamptal

All das fördert die Entfaltung der gebietstypischen Aromatik, was bei fruchtbetonten Sorten wie dem Grüner Veltliner besonders wirkungsvoll ist. Er lässt in dieser Umgebung seinen gesamten Variantenreichtum spielen: Unkompliziert-leicht, klassisch-opulent, vollmundig-süß – der Grüne Veltliner zeigt im Kamptal, was er kann! Deshalb ist er auch zusammen mit dem Riesling die bedeutendste Sorte.

Riesling und Veltliner dürfen weder einen Holz- noch Botrytiston aufweisen. Der grüne Veltliner ist fruchtbetont mit feiner Würze, der Riesling zeigt sich duftig, elegant, und mineralisch. Gerade aus Lagen wie dem Heiligenstein kommt das Muttergestein besonders zum Ausdruck und nicht zu Unrecht sind Rieslinge aus dieser Lage von Weltbedeutung. Der Alkoholgehalt muss bei Klassik mindestens 12 Vol %, in der Reserve mindestens 13% Vol. betragen. Die Weine können ab 01.Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres (Klassik) zur Prüfnummer eingereicht werden, Reserve dac ab 15. März des auf die Ernte folgenden Jahres.