Quelle: ÖWM
Mit 770 Hektar Anbaufläche ist das Traisental das kleinste Weinbaugebiet Niederösterreichs. Knapp zwei Drittel davon bedeckt der Grüne Veltliner, der hier österreichweit den größten Anteil am Rebsortenmix einnimmt und gewissermaßen als Vorzugsschüler des Traisentals bezeichnet werden darf.
Aufgrund der vielfältigen Böden entsteht eine spannende Bandbreite von Veltlinern und Rieslingen in unterschiedlichen Ausprägungen.

Im Jänner wird vom IK Traisental in einer Verkostung ein „Pegelwein“ bestimmt, der als Richtwert für den gebietstypischen Grünen Veltliner und Riesling gilt. Dieser steht den Kostern auf der Prüfstelle als Vergleichswein zur Verfügung. Die Winzer aus dem Traisental bringen ihre Weine zur Qualitätskontrolle auf die Prüfstelle und beantragen DAC. Wenn die Koster befinden, dass der Wein dem Pegelwein entsprechend ähnlich ist, erhält er die Bezeichnung TRAISENTAL DAC. Wenn nicht, wird er regulär als Qualitätswein aus Niederösterreich bezeichnet.


Typisch Traisental

Riesling und Veltliner dürfen weder einen Holz- noch Botrytiston aufweisen. Der grüne Veltliner ist frisch, würzig und in der klassischen Linie fruchtbetont. Der Riesling zeigt sich kräftig und kernig. Als Reserve kommt der hohe Kalkanteil der Böden zum Ausdruck. Der Wein wird mineralisch, schmelzig.

Der Alkoholgehalt muss bei Klassik mindestens 12 Vol %, in der Reserve mindestens 13% Vol. betragen. Die Weine können ab 01.Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres (Klassik) zur Prüfnummer eingereicht werden, Reserve dac ab 15. März des auf die Ernte folgenden Jahres.