Quelle: ÖWM
Nur 546 Hektar sind in der Weststeiermark mit Reben bepflanzt, doch daraus schaffen die Winzerfamilien eine verblüffende Vielfalt an Produkten: geschliffene Weißweine aus vielzähligen Rebsorten ebenso wie rassige, säurebetonte Schilcher. Letztere werden aus dem regional vorherrschenden Blauen Wildbacher gekeltert und wurden längst auch international zu einer anerkannten Gebietsspezialität.

Der unangefochtene Hauptdarsteller ist ein einzigartiger Terroir-Wein: der Schilcher. Dieser Rosé aus der Sorte Blauer Wildbacher besticht durch rote Beerennoten (von Erdbeere bis Himbeere) und eine erfrischend animierende Säure. Den Namen „Schilcher“ verdankt er seinem schillernden Farbenspiel, das von hellem Pink bis zu zwiebelschalenfarben reichen kann. Nur Schilcher aus der Weststeiermark darf mit Angabe seiner spezifischen DAC-Herkunft („Weststeiermark DAC“) vermarktet werden, denn hier bilden sich seine Charakteristika besonders stark heraus. In der Weststeiermark finden sich ebenso die typisch steirischen Weißweinsorten, von Welschriesling und Sauvignon Blanc über Morillon bis hin zu Weißburgunder.


Das Gebiet

Die 546 ha Rebfläche der Weststeiermark ziehen sich auf einem schmalen Band aus Glimmerschiefern und Gneisen von Norden nach Süden. Das vorherrschende illyrische Klima ist gekennzeichnet von mediterranen und alpinen Einflüssen und relativ hohen Niederschlägen. An den Ausläufern der Koralpe gelegen, sind die Weingärten vor starken Winden geschützt; tiefe Täler und steile Hänge prägen die Landschaft. Diese klimatischen und topografischen Bedingungen sorgen für eine starke Erwärmung während des Tages, wodurch die Trauben zur Perfektion reifen können.


Kulinarische Tipps

Klassischerweise werden die Weißweine der Weststeiermark sowie der Gebiets-Paradewein Schilcher zum regionalen Speisenangebot genossen. Sie frischen die kalte Brettljause aus Schinken, Speck, Käse und Aufstrich mit ihrer Säure gekonnt auf. Der Schilcher ist auch als Begleiter zum steirischen Backhendl ideal: Die knusprige Panier verlangt geradezu nach seiner kraftvollen Pikanz und intensiven Fruchtigkeit. Doch mit dem Schilcher kann man kulinarisch auch in die Ferne bis zu indischem Lamm Biryani schweifen. Und sogar noch weiter östlich fühlt er sich wohl, in Japan gilt er als Geheimtipp für Sushi mit Lachs, dessen Rogen oder – bei uns seltener zu finden – mit Sardine.